ein Tag auf den Hochmiesing
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SO

..das war wohl nix, lautet ein beliebtes Sprichwort. Wie so viele zog mich das Wetter und des überhaupt und sowieso etwas herunter, dass ich mich entschloss am Samstag in die Voralpen zu fahren um wenigstens etwas Abwechslung zu bekommen und da einige wirklich tolle Bilder von und mit dem Hochnebel fotografierten, dachte ich mir dies auch zu machen um dem ganzen wenigstens noch was positives abzugewinnen. Gesagt getan ging es um 8 Uhr Richtung Wallberg am Tegernsee

Nebel

nichts als Nebel sah ich, als ich den Wald verlassen habe und mich nun entscheiden musste in welche Richtung ich als nächstes gehen sollte. Die Wahl war links auf den Wallberg oder rechts Richtung Seztzberg. Da ich eigentlich Sonnenuntergangs Bilder vom Setzberg aus machen wollte entschied ich mich erstmal auf den Wallberg zu gehen. Der Nebel war so dicht, dass ich die Kapelle erst sah, als sie 20m vor mir erschien. Weiter am geschlossenen Panorama Restaurant vorbei und nach einer kleinen Kraxelei für mich Genusswanderer, war ich auf dem Gipfel bzw am Gipfelkreuz. Dort hab ich dann doch meine Schneeketten auf die Schuhe gezogen, denn wenn ich sie schon dabei habe, können sie mir ja Grip auf dem Abstieg geben. Auf dem Rückweg klarte es etwas auf, so dass ich sogar ins Tegernseer Tal schauen konnte und so ging es weiter Richtung Setzberg
 

Hunger

und Durst machten sich langsam bemerkbar und so machte ich eine Rast zwischen Wallberg und Setzberg. Das wetter hatte einige lichte Momente und ich baute schnell meine GoPro auf um wenigstens etwas verwertbares mit nach Hause zu nehmen. Am Vortag ein frisches Brot gebacken und a Guade Landjäger zusammen mit nem Blutorangen Punch markierten mein Highlight des bisherigen Tages. Es klarte schnell auf und zog noch schneller wieder zu, Bilder vom Gipfel mit dem Hochnebel unter mir, rückten in weite Ferne. Nach 30min packte ich langsam wieder zusammen und die Schneeschuhe an die Füße und machte mich Richtung Setzberg auf. Da die Sicht bescheiden und meine Ortskenntnis quasi null war, beschloss ich den Spuren der Tourengeher und anderen Wanderen zu folgen, solange es Bergaufging, konnte ich schon mal nicht auf dem falschen Weg oder nach Kreuth sein

Gipfel

Nr2 des Tages beglückte mich mit einer ähnlichen Weitsicht wie der erste, jedoch war es deutlich windstiller und so konnte ich mich etwas vom Tiefschnee erholen, die 250hm hatten es doch in sich und die Pumpe schlug ganz ordentlich. Das obligatorische Gipfel Selfie gemacht und dann ging es über einen schmalen Pfand im Tiefschnee nach unten, auf dem ich einige Wanderer mit normalen Schuhwerk traf, die mich Schneeschuhweichei komisch anschauten. Nach einer halben Stund war ich dann auch wieder fast am Punkt wo ich meine Rast eingelegt hatte und holte nun doch die Kamera raus, wenn ich die 5kg schon hochtrage, dann mach ich wenigstens auch mindestens ein Bild. Plötzlich riss es eine Wolke am Horizont auf und ich sah meinen ersten Berg des Tages. Also wieder zurück zum Brotzeitplatz und ein paar Bilder gemacht und die GoPro ein zweites mal aufgebaut. Es war nun 14Uhr 30 und ich wollte eh nicht zu früh unten sein, da der Plan ursprünglich ja Sonnenuntergang auf dem Gipfel und Nachtwanderung ins Tal war. Es riss nun immer mal etwas mehr auf, jedoch nicht oberhalb und so packte ich gegen 15Uhr 15 endgültig zusammen und machte mich auf ins Tal, diesmal wollte ich die Rodelbahn bzw. den Forstweg nutzen.

Eisplatten

gab es einige, aber da ich die Schneeschuhe wieder gegen Schneeketten getauscht hatte, ging es knirschend und Eiskrachend den Berg hinab. Ich kam gut voran, als es plötzlich hell wurde und ich ein weißes Licht sah.... Der Himmel riss auf, was ich aber vor lauter Bäumen fast nicht sah, irgendwann kam ich dann doch noch an eine Stelle und packte meine Kamera nun dann doch schon zum 2ten mal aus, wer hätte das gedacht. Schnell ein paar Bilder gemacht und zur nächsten Kurve geeilt um vielleicht noch einen anderen Blick zu bekommen, dort ging mir dann aber plötzlich mein Obejktivdeckel ab und so stiefelte ich wieder nach oben um ihn zu suchen inkl. Rucksack ausleeren, volles Programm halt. Wie es so ist, er war nicht da, wieder alles eingepackt und runter zum Auto, Richtung Tal setzte es nun auch zum tauen ein und ich trug die Schneeketten in der Hand, nochmal den Rucksack auf und die Dinger einpacken, macht nun mein Kreuz nicht mehr mit. Im Auto hörte ich mir noch die letzten Minuten der Bundesliga im Auto an und ließ mir die restliche Brotzeit schmecken, bevor es Stress und Stau frei durchs Tegernseer Tal Richtung Heimat ging
 

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